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OPS 8-981 - Unterbrechung des Monitoring bei neurologischer Komplexbehandlung möglich

    • Recht

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    • Rechtsanwalt Dr. Florian Wölk: Abrechnung der neurologischen Komplexbehandlung bei selbständigen Toilettengang des Patienten doch möglich

      Das bayerische Landessozialgericht hat in einer aktuellen Entscheidung vom 25.01.2018 (- L 4 KR 614/18 -) die Rechtsauffassung des saarländischen Landessozialgerichts verworfen und festgestellt, dass der kurze Gang zur Toilette und die damit kurzfristige verbundene Unterbrechung des Monitorings die Codierung des OPS-Codes 8-981.1 nicht hindert. Eine andere und einengende Auslegung des OPS-Code könnte nach Ansicht des Gerichts dazu führen, dass Schlaganfallpatienten vermehrt Blasenkatheter gelegt würden...

      ... Der Entscheidung ist im Ergebnis zuzustimmen. Sie wird den Bedingungen der Praxis gerecht und verhindert absurde Situationen, die durch vom saarländischen Landessozialgericht sehr eng am Wortlaut orientierte Auslegung entstehen...

      Quelle: medizinrecht.ra-glw.de
    • Roos Nelskamp Schumacher & Partner | Rechtsanwälte Fachanwälte: Monitoring trotz Unterbrechung für Toilettengang durchgängig

      Dr. iur. Christoph Roos kommentiert das Urteil des Bayrisches Landessozialgericht vom 25.01.2018.
      ... Die OPS-Regelung OPS 8-981.1 sah bereits eine Möglichkeit der unschädlichen Unterbrechung des Monitorings vor und war somit einer weiteren Konkretisierung durch Auslegung offen. Die Auslegung des Senats diese um den Gang zur Toilette im Wege der verfassungskonformen Auslegung zu ergänzen, entspricht den selbstverständlichen menschlichen Bedürfnissen ...

      Quelle: rnsp.de
    • OPS 8-981 - Unterbrechung des Monitoring bei neurologischer Komplexbehandlung möglich

      L 4 KR 614/16 - Die OPS-Regelung OPS 8-981.1 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls: Mehr als 72 Stunden sieht eine Möglichkeit der unschädlichen Unterbrechung des Monitorings vor. Der Senat kann offen lassen, ob hinsichtlich einer weiteren Art der Unterbrechung - hier der Gang zur Toilette - ein Fall der ergänzenden, verfassungskonformen Auslegung oder der Analogie anzunehmen ist. Die Auslegung ist nämlich jedenfalls sachlich gefordert, um Patienten, die noch selbstständig die Toilette aufsuchen können, dies auch zu ermöglichen. Alternative wäre nämlich, dass - im Kosteninteresse des Krankenhauses - wohl regelmäßig ein Blasenkatheter gelegt werden würde... - Bayerisches Landessozialgericht Urteil vom 25.01.2018 (nicht rechtskräftig)

      Quelle: sozialgerichtsbarkeit.de