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L 5 KR 504/15: HFNC-Beatmung Frühgeborener unter 1.500g ist als künstliche Beatmung im Sinne DKR (2009) 1001h zu kodieren und abzurechnen

    • Recht

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    • Medcontroller.de: HFNC bei Babys: Beatmung oder nicht?

      Gerade die neonatologischen Zentren der Bundesrepublik interessiert die Behandlung mit einer High Frequency Nasal Cannula, HFNC oder "Nasen-CPAP". Bekanntlich darf man CPAP bei Neu- und Frühgeborenen als Beatmungszeit zählen. Für die (sehr hohe) Vergütung für die Behandlung von Neugeborenen kann die Beatmungszeit ein wesentlicher Faktor sein.
      Einige neue Gerichtsurteile sind daher für die Erlössituation von großer Bedeutung. [...]

      Quelle: medcontroller.de
    • L5 KR 504/15: HFNC-Beatmung bei Frühgeborenem - LSG-Urteil entscheidet zugunsten der Klinik

      Das Bayerische Landessozialgericht hat in seinem Urteil (L5 KR 504/15) vom 13.03.2018 die Berufung der Beklagten (Kassenseite) gegen das Urteil des Sozialgerichts München vom 01.10.2015 (S2 KR 1501/13) vollumfänglich zurückgewiesen. Im konkreten Fall erhielt ein Frühgeborenes eine Beatmung zunächst via Larynxmaske, dann via Maske und zuletzt HFNC. Nach Auffassung des LSG sind wie zuvor auch beim SG alle Zeiten als Beatmungsstunden oder zumindest als Entwöhnung zu zählen und abzurechnen. „Zusammenfassend ist zu bestätigen, dass maschinelle Beatmung iSd DKR (2009) 1001h vorliegt, wenn Frühgeborene mit einem Gewicht unter 1.500 Gramm im Wege des HFNC-Systems über Nasensonde beatmet werden.“

      Quelle: gkind.de
    • L 5 KR 504/15: HFNC-Beatmung Frühgeborener unter 1.500g ist als künstliche Beatmung im Sinne DKR (2009) 1001h zu kodieren und abzurechnen

      L 5 KR 504/15 - Die HFNC-Beatmung Frühgeborener unter 1.500 gr ist als künstliche Beatmung iSd DKR (2009) 1001h zu kodieren und abzurechnen.
      Voraussetzungen zur Zählung der Beatmungsstunden liegen in diesem Fall vor:
      [*]Vorliegend wurden Atemgase zugeführt, welche in der Beatmungsmaschine aufbereitet waren.
      [*]Diese Atemgase wurden maschinell auf Druck gebracht, zur Vermeidung von Austrocknung der Frühgeborenenlunge maschinell angefeuchtet und um einer Auskühlung über die Lungen zuvorzukommen maschinell angewärmt sowie im Sauerstoffgehalt geregelt
      [*]Die so maschinell aufbereiteten Atemgase wurden zuerst per Tubus, sodann per Atemmaske und daran anschließend per HFNC-Nasenkanülen-Brille als jeweilige Anschlussvorrichtung dem zur Atmung zugeführt, zu welcher er mangels Entwicklung in der Schwangerschaft nicht in der Lage war. Der Vorhaltungsaufwand, der pflegerische und der Überwachungsaufwand für waren bei allen drei Formen des Beatmungs-Anschlusses im Wesentlichen gleich
      [*]In der HFNC-Phase erhielt die Atemgase mit einem Überdruck, welcher nach dem Körpergewicht und dem Flow entsprechend der hierzu entwickelten Tabelle - enthalten in der Stellungnahme des Prof. F. - spezifisch mit 4,5 bis 4, 8 cm Wassersäule berechnet und eingestellt worden ist.
      [*]Dies hat zu einem positiven ausdehnenden Druck geführt (PEEP) und damit die Gasaustauschfläche der Frühgeborenenlunge des erweitert sowie dessen Atemzugvolumen und Atemarbeit mit dem gleichen Effekt versehen, wie zuvor mit der Beatmung durch Rachentubus und Atemmaske.
      [/list][...] Wenn eine Beatmungsmaßnahme bereits der Definition in DKR 1001 unterfällt, dann dürfen die weiteren Ausführungen zur Kodierung keine Einschränkung enthalten, was die DKR 1001 unter „Kodierung“ selbst belegt mit den Worten: „Wenn eine maschinelle Beatmung die obige Definition erfüllt, ist …“. Das Nämliche gilt für die weiteren Darlegungen unter Berechnung der Dauer, Beginn, Ende, Verlegte Patienten, Intubation sowie unter Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck [...] SG München, Urteil vom 01.10.2015

      Quelle: gesetze-bayern.de