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1 U 111/17: Kann ein GKV-Patient Chefarztbehandlung verlangen?

    • Recht

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    • 1 U 111/17: Anspruch auf „Chefarztbehandlung“ ohne Wahlleistungsvereinbarung?

      Die Übertragung einer Operation auf einen anderen Arzt bei der Behandlung von Patienten mit einer Wahlleistungsvereinbarung führt nach der Rechtsprechung des BGH auch zu haftungsrechtlichen Problemen (vgl. BGH, Urteil vom 11.05.2010 – VI ZR 252/08 –). Eine vergleichbare Problematik kann auch bei anderen Patienten entstehen, wenn die Durchführung durch einen bestimmten Arzt durch das Krankenhaus zugesagt wird, weil es auch beim totalen Krankenhausaufnahmevertrag dem Patienten unbenommen bleibt, zu erklären, er wolle sich nur von einem bestimmten Arzt operieren lassen. Das OLG Saarbrücken hat aber in einer aktuellen Entscheidung vom 11.04.2018 (- 1 U 111/17 -) unter Berufung auf die Rechtsprechung des BGH noch einmal klargestellt, dass an diese Vereinbarung besondere Anforderungen zu stellen sind, denn der Patient ohne Wahlleistungsvereinbarung hat grundsätzlich keinen Anspruch darauf, dass der gewünschte Operateur tätig wird. [...]

      Quelle: medizinrecht.ra-glw.de
    • 1 U 111/17: Kann ein GKV-Patient Chefarztbehandlung verlangen?

      Das Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken hat mit Urteil vom 11. April 2018 (Az: 1 U 111/17) entschieden, dass ein gesetzlich versicherter Patient beim totalen Krankenhausaufnahmevertrag im Regelfall mit der Behandlung durch alle Ärzte des Krankenhauses, die nach dem internen Dienstplan zuständig sind, einverstanden ist, somit nicht verlangen kann, ausschließlich vom Chefarzt behandelt zu werden.

      Quelle: bpg-muenster.de