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L 2 KR 66/16: Hauptdiagnose Kodierung bei Shunt-Verschluss mit Revision des ehemaligen Operationsgebiets und Neuanlage einer PTFE-Prothese

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    • L 2 KR 66/16: Hauptdiagnose Kodierung bei Shunt-Verschluss mit Revision des ehemaligen Operationsgebiets und Neuanlage einer PTFE-Prothese

      Wird bei einem Versicherten wegen dialysepflichtiger Niereninsuffizienz im Rahmen eines stationären Aufenthaltes im Krankenhaus ein Shunt gesetzt und muss nach einiger Zeit wegen Verschlusses in unmittelbarer Nähe ein neuer Shunt gesetzt werden, ist die Hauptdiagnose (HD) des neuen stationären Aufenthaltes nicht ICD-10 N18.5 (chronische Nierenkrankheit Stadium 5), sondern die Komplikations-HD T82.5 (mechanische Komplikation durch sonstige Geräte und Implantate im Herzen und in den Gefäßen).

      In diesem Fall hat die Komplikation die stationäre Aufnahme nach den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) 2015 unter D002f veranlasst. Selbst wenn bei der Erstanlage eines Shunts die Hauptdiagnose die chronische Nierenkrankheit wäre, war der folgende stationäre Aufenthalt wegen der Komplikation erforderlich.

      Der Auffassung der Krankenkasse und des MDK, der "alte" Shunt sei nicht behandelt worden, sondern ein "neuer" gesetzt, ist zu entgegnen, dass nicht eine Prozedur im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes über die HD entscheidet, sondern die Diagnose, nämlich der Zustand des Patienten bei der Aufnahme. Dieser war geprägt durch einen nicht funktionsfähigen Shunt und damit eine Komplikation. [...] - LSG Saarbrücken Urteil vom 28.2.2018

      Quelle: rechtsprechung.saarland.de