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B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen

    • Recht

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    • Ärztezeitung: BSG-Urteil - Arzneigabe an fünf Tagen zählt nur als ein Fall

      Ärztezeitung: BSG-Urteil - Arzneigabe an fünf Tagen zählt nur als ein Fall

      Eine tagesbezogene teilstationäre Behandlung wird je Quartal als nur ein Fall gezählt. Das hat kürzlich das Bundessozialgericht (BSG) im Fall einer Chemotherapie klargestellt (Az.: B 1 KR 30/17 R). Eine Klinik hatte fünf Behandlungen im Quartal einzeln abgerechnet. [...]

    • Terminbericht des BSG Nr. 28/18 zu B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen

      Terminbericht des BSG Nr. 28/18 zu B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen

      Das BSG hat auf die Revision der beklagten Krankenkasse das Urteil des Landessozialgericht aufgehoben und die Klage der Krankenhausträgerin abgewiesen. Ihr steht für die teilstationär durchgeführte Chemotherapie [...] kein weitergehender Vergütungsanspruch [...] zu. Sie berechnete rechtmäßig die tagesbezogenen teilstationären Entgelte, die im 3. Quartal 2012 für den Versicherten anfielen, als einen Fall. Bei Abrechnung von tagesbezogenen teilstationären Entgelten wird für jeden Patienten, der – wie der Versicherte – wegen derselben Erkrankung regelmäßig oder mehrfach behandelt wird, je Quartal nur ein Fall gezählt (§ 8 Abs. 2 Nr. 2 Buchst b FPV 2012). Prozeduren, die – wie hier die Gabe von Medikamenten – Mengen- oder Zeitangaben im Kode enthalten, sind nur einmal während einer stationären Behandlung, also im stationären Behandlungsfall zu kodieren. [...]

      Quelle: juris.de
    • B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen

      Terminvorschau Nr. 28/18 B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen

      Das Krankenhaus behandelte den bei der beklagten Krankenkasse Versicherten Q im 3. Quartal 2012 an fünf Tagen teilstationär. Die Vergütung erfolgte nach tagesbezogenen teilstationären Entgelten (418,74 Euro). Die Klägerin kodierte für jeden Behandlungstag den Operationen- und Prozedurenschlüssel 2012 (OPS) 8-542.11 (nicht komplexe Chemotherapie, ein Tag, ein Medikament) und zusätzlich OPS 6-001c3 (Pemetrexed, parenteral: 900 mg bis unter 1000 mg) und berechnete einschließlich des jeweiligen Zusatzentgelts (ZE) 53.04 (3044,73 Euro) und Zuschlägen insgesamt 17 432,76 Euro. Die Beklagte zahlte hierauf lediglich 15 257,95 Euro: Die Zusatzentgelte für die Gabe von Pemetrexed seien bei teilstationären Leistungen nur einmal pro Quartal abzurechnen, die Medikamentenmengen hierfür zu addieren. Das SG hat die Beklagte zur Zahlung von 2174,81 Euro nebst Zinsen verpflichtet. Das LSG hat die Berufung der Beklagten zurückgewiesen: Die Medikamentendosen für die fünf Behandlungsabschnitte seien nicht zusammenzurechnen. Dies folge aus den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) für 2012. Bei auf der Basis von Größe, Zeit oder Anzahl unterschiedenen Prozeduren sei die Summe der Mengen- bzw Zeitangaben einmal pro Aufenthalt zu kodieren. Der Versicherte habe in diesem Sinne fünf Aufenthalte gehabt.

      Die Beklagte rügt mit ihrer Revision die Verletzung von § 39 Abs 1, § 109 Abs 4 S 3 SGB V iVm § 7 Abs 1 S 1 Nr 1 KHEntgG, Anlage 1 Fallpauschalenvereinbarung 2012 iVm der Kodierregel P005k der DKR 2012.

    Artikelübersicht

    1. Ärztezeitung: BSG-Urteil - Arzneigabe an fünf Tagen zählt nur als ein Fall
    2. Terminbericht des BSG Nr. 28/18 zu B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen
    3. Terminvorschau Nr. 28/18 B 1 KR 30/17 R: Zur Vergütung von Zusatzentgelten für die Gabe von Pemetrexed bei teilstationären Leistungen