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Rückgang der Organspenden in Deutschland: Eine bundesweite Sekundärdatenanalyse aller vollstationären Behandlungsfälle

    • Medizin

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    • Rückgang der Organspenden in Deutschland: Eine bundesweite Sekundärdatenanalyse aller vollstationären Behandlungsfälle

      Ergebnisse: Die Anzahl der möglichen Organspender hat in Deutschland von 2010 bis 2015 um 13,9 % von 23 937 auf 27 258 zugenommen. Diese Entwicklung ist bedingt durch eine Zunahme der Todesfälle mit einer schweren Hirnschädigung sowie dem Anteil der Patienten mit einer Beatmungstherapie vor ihrem Tod. Die Kontaktquote zur Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) (organspendebezogene Kontaktaufnahmen zur DSO/mögliche Organspender) hat von 11,5 auf 8,2 %, die Realisationsquote (realisierte Organspenden/mögliche Organspender) von 5,4 auf 3,2 % und die Konversionsquote (Realisations-/Kontaktquote) von 47 auf 39,1 % abgenommen. Von 2010 bis 2012 ist der Rückgang der Realisationsquote maßgeblich mit einem Rückgang der Konversionsquote verbunden, von 2012 bis 2015 mit einer Abnahme der Kontaktquote. Die Kontakt- und Realisationsquoten der untersuchten Universitätskliniken unterschieden sich erheblich (Faktor 17,5 beziehungsweise 23,3). Die Konversionsquoten hingegen divergierten nur minimal (Faktor 1,3).

      Der Rückgang der postmortalen Organspenden ist mit einem Erkennungs- und Meldedefizit der Entnahmekrankenhäuser assoziiert. Gelingt es diesen Prozess organisatorisch und politisch zu stärken, könnte die Zahl der gespendeten Organe erheblich gesteigert werden. [...]

      Quelle: aerzteblatt.de