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Kodierung EPU und Katheterablation bei persistierendem Vorhofflattern (VHF)

    • DRG

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    • Kodierung EPU und Katheterablation bei persistierendem Vorhofflattern (VHF)

      Schlüsselwörter: EPU, Katheterablation, Persistierendes Vorhofflattern, Kodierung Kardiologie, Rhythmologie, Elektrophysiologische Untersuchung des Herzens

      Fallbeschreibung

      Die zur Aufnahme führenden Beschwerden führte auf ein erstmals dokumentiertes Vorhofflattern mit bradykarder Ventrikelüberleitung unter Betablockade zurück. Unter pausiertem Metoprolol erholte sich teilweise die Frequenz mit Normofrequenz. Radiologisch konnten im Röntgenthorax zentralpulmonale Stauungszeichen ausgeschlossen werden. Aufgrund des Vorhofflatterns wurde eine elektrophysiologische Untersuchung ergänzt. Es erfolgte die erfolgreiche Ablation eines typischen Vorhofflatterns mit anschließend sonographischem Ausschluss eines Perikardergusses

      Befund-Dokumentation

      • EKG bei Aufnahme: Vorhofflattern mitlangsamen Überleitung, ÜLT, HF 53/min, regelrechte R-Progression, LAH
      • Echokardiographie: Normal großer linker Ventrikel und gering dilatierter linker Vorhof. Leichtgradige konzentrische Linksherzhypertrophie. Linksventrikuläre Ejektionsfraktion im Normbereich. Kein Nachweis regionaler Wandbewegungsstörungen. Monophasisches Mitraleinstromprofil. Klappenapparat degenerativ verändert. Aortenklappekunstprothese mit regelrechter Funktion. MI 1-2°. Rechte Cavitäten mit normaler Größe, TI 1°, sPAP mit 44mmHg+ZVD mäßig erhöht. Von transthorakal kein sicherer Hinweis auf intrakardiale Thromben. Kein Perikarderguss. Vena cava unauffällig.
      • EPU: Bei Untersuchungsbeginn besteht ein typisches Vorhofflattern mit negativen Flatterwellen in den Ableitungen II, III und aVF,TCL 264ms. Mittels Aktivierungs- und Entrainment-Mapping zwischen Trikuspidalklappe und Vena cava inferior kann eine Beteiligung des Isthmus nachgewiesen werden.
      • Ablation: Es folgt die lineare Katheterablation zwischen septalem Rand der Trikuspidalklappe und Eustachischer Klappe mittels5-maliger punktueller Radiofrequenzablation. Bei der 3sten Stromabgabe bricht das laufende Vorhofflattern ab. Anschließend kann unter Stimulation im Koronarvenensinus noch eine Aktivierungsbrücke im Isthmus nachgewiesen werden. Diese Lücke in der linearen Läsion wird mittels 2 weiteren Radiofrequenzapplikationen verschlossen. Anschließend kann unter Stimulation im Koronarvenensinus und im unteren lateralen rechten Vorhof eine komplette bidirektionale Leitungsblockierung nachgewiesen werden. Im beside-Echo kein PE. Zusammenfassung: Erfolgreiche Katheterablation von typischem Vorhofflattern zwischen Trikuspidalklappe und Eustachischer Klappe.

      Kodierempfehlung

      :
      Hauptdiagnose:
      • I48.3 Typisches Vorhofflattern
      Nebendiagnosen:
      • Y57.9! Komplikationen durch Arzneimittel oder Drogen
      • Z95.5 Vorhandensein eines Implantates oder Transplantates nach koronarer Gefäßplastik
      • Z92.1 Dauertherapie (gegenwärtig) mit Antikoagulanzien in der Eigenanamnese
      • Z95.2 Vorhandensein einer künstlichen Herzklappe
      • I34.0 Mitralklappeninsuffizienz
      • I11.00 Hypertensive Herzkrankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz: Ohne Angabe einer hypertensiven Krise
      • I50.11 Linksherzinsuffizienz: Ohne Beschwerden
      OPS-Prozeduren:
      • 8-835.20 Ablative Maßnahmen bei Tachyarrhythmie: Konventionelle Radiofrequenzablation: Rechter Vorhof
      • 1-268.0 Kardiales Mapping: Rechter Vorhof
      • 1-265.f Elektrophysiologische Untersuchung des Herzens, kathetergestützt: Bei Vorhofflattern

    Artikelübersicht

    1. Fallbeschreibung
    2. Befund-Dokumentation
    3. Kodierempfehlung