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Kodierung Laparoskopisch Verschluß einer Hernia inguinalis (TAPP)

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    • Kodierung Laparoskopisch Verschluß einer Hernia inguinalis (TAPP)

      Schlüsselwörter: Leistenhernie, TAPP, Hernia inguinalis, Hernienchirurgie, Kodierung

      Fallbeschreibung

      Es besteht seit einigen Jahren Jahren eine Schwellung in der rechten Leiste. Es besteht der V.a. auf eine Leistenhernie. Man tastet eine gut 1x2cm große, verschiebliche Resistenz, welche jedoch zu keinem Zeitpunkt reponibel ist aber auch nicht wesentlich Druckschmerzhaft ist. Bei Nachweis einer Hernie ist die TAPP Herniotomie durchgeführt wurden.

      Befund-Dokumentation

      [...] Es findet sich rechts in Bestätigung des klinischen Verdachts eine kleine max. 1cm große Bruchlücke. Dies ist mit der Fasszange eben sondierbar, woraufhin sich aus der Bruchlücke klares Sekret entleert. Der Uterus weist vereinzelte Myome auf, ansonsten soweit einsehbar kein pathologischer intraabdomineller Befund. Von der Spina iliaca anterior superior beginnend erfolgt nun das bogenförmige Inzidieren des Peritoneums über die Bruchlücke hinweg zur Plica umbilicalis lateralis. Präparieren des Peritoneums nach dorsal bis zur Umschlagsfalte und medial in das Spatium retzii in den prävesikalen Raum. Resektion und Einsenden zur histo-pathologischen Untersuchung. Zur besseren Präparation des Netzlagers, wird das Ligamentum rotundum zwischen Titanclips durchtrennt. Nachdem nun ein ausreichend großes Netzlager geschaffen worden ist, wird ein 10x15cm UltraPro Netz glatt in die rechte Leistenregion eingebracht. Hierbei ist die Bruchlücke gut überlappt. [...]

      Histologie: Bruchsackgewebe mit mesothelialer Reizung und Herden einer Endometriosis externa. Kein Anhalt für Malignität.

      Kodierempfehlung

      Hauptdiagnose:
      • K40.90 Hernia inguinalis, einseitig oder ohne Seitenangabe, ohne Einklemmung und ohne Gangrän: Nicht als Rezidivhernie bezeichnet
      Nebendiagnosen:
      • N80.8 Sonstige Endometriose
      OPS-Prozeduren:
      • 5-530.31 Verschluss einer Hernia inguinalis: Mit alloplastischem, allogenem oder xenogenem Material: Laparoskopisch transperitoneal [TAPP]
      • 5-932.00 Art des verwendeten Materials für Gewebeersatz und Gewebeverstärkung: Nicht resorbierbares Material: Ohne Beschichtung

      DRG-Hinweise

      • 5-530.31 Kode aus Katalog zum Ambulanten Operieren im Krankenhaus nach § 115b. Vorsicht bei der Anfrage zur primären Fehlbelegung. Notwendigkeit der stationären Behandlung meist über Nacht kritisch prüfen und dokumentieren.
      • OP-Durchführung und Prinzip: Leistenhernienreparation, transabdominelle präperitoneale Hernioplastik (TAPP)

    Artikelübersicht

    1. Fallbeschreibung
    2. Befund-Dokumentation
    3. Kodierempfehlung
    4. DRG-Hinweise