Ralf Römer - Die-DRG.de Internova GmbH - Ihr DRG-Dienstleister WissensKonsil - Agentur für Gesundheitsthemen

Kodierung Leistenherniotomie nach Lichtenstein

    • DRG

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hinweis: Die Seite dient als Archiv. Zum neuen Fachportal Medizincontrolling klicken Sie hier http://www.medconweb.de/blog.

    • Kodierung Leistenherniotomie nach Lichtenstein

      Schlüsselwörter: Hernia inguinalis, Herniotomie, OP nach Lichtenstein, Hernienchirurgie, Leistenhernienreparation

      Kodierfrage

      Wie wird die Herniotomie nach Lichtenstein mit Implantation eines UltraPro Netzes kodiert?

      OP-Dokumentation

      Zugang über einen rechtsseitigen Inguinalschnitt. Präparieren auf die Externusaponeurose. Spalten der Externusaponeurose im Faserverlauf und Eröffnen des äußeren Leistenrings. Anzügeln der Samenstranggebilde. Revision des Samenstrangs unter Eintrennen der Kremastermuskulatur bis auf den inneren Leistenring zu. Hierbei manifestiert sich ein großer indirekter Bruchsack, der unter subtiler Präparation von den Samenstranggebilden abpräpariert werden muss.

      Beim eröffnen des Bruchsackes findet sich zum OP Zeitpunkt eine Dünndarmschlinge als Bruchinhalt. Diese kann problemlos reponiert werden. Dann wird unter Sicht an der Basis des Bruchsacks eine Tabaksbeutelnaht angelegt und hierrüber der Bruchsack reseziert. Der Bruchsack wird dann mit der Selben Naht unter der Muskulatur versenkt. Eine richtiggehende direkte Bruchlücke findet sich nicht, jedoch zeigt sich die gesamte Transversalisfaszie extrem ausgedünnt. Daher wird jetzt von medial beginnend eine raffende Naht der Transversalisfaszie mit 0er PDS vorgenommen, bis zum inneren Leistenring. Lateral des inneren Leistenrings wird nochmals eine Pfeilernaht angelegt.
      Der innere Leistenring ist somit rekonstruiert, es verbleibt ein Durchtritt für den Samenstrang der für die Kleinfingerkuppe eben noch eingängig ist. Auf die so rekonstruierte Hinterwand des Leistenkanals wird nun ein geschlitztes 6x11cm UltraPro Netz aufgebracht und mit 2.0 Prolene am Unterrand des Leistenbandes fixiert. Lateral werden die Lefzen des Netzes um den Samenstrang gelegt und ebenfalls mit 2.0 Prolene fixiert. Das Netz liegt glatt und spannungsfrei, für dem Samenstrang verbleibt ein ausreichend weiter Durchtritt. Jetzt ausgiebiges Spülen und Revision auf Bluttrockenheit, welche gegeben ist. Naht der Externusaponeurose von lateral beginnend fortlaufend mit 0er Vicryl und Rekonstruktion des äußeren Leistenringes.

      Kodierempfehlung

      ICD-Diagnose:
      • K40.90 Hernia inguinalis, einseitig oder ohne Seitenangabe, ohne Einklemmung und ohne Gangrän: Nicht als Rezidivhernie bezeichnet
      OPS-Prozeduren:
      • 5-530.33 Verschluss einer Hernia inguinalis: Mit alloplastischem, allogenem oder xenogenem Material: Offen chirurgisch, epifaszial (anterior)
      • 5-932.00 Art des verwendeten Materials für Gewebeersatz und Gewebeverstärkung: Nicht resorbierbares Material: Ohne Beschichtung

      DRG-Hinweise

      • 5-530.33 Kode aus Katalog zum Ambulanten Operieren im Krankenhaus nach §115b SGB V
      • OP-Durchführung Leistenhernienreparation, Lichtenstein - webop.de
      • Muster-OP-Bericht: Leistenhernienreparation nach Lichtenstein - doccheck.com

    Artikelübersicht

    1. Kodierfrage
    2. OP-Dokumentation
    3. Kodierempfehlung
    4. DRG-Hinweise