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Beendigung der Beatmung nach einer Periode der Entwöhnung nach den DKR in 2011 bei nicht-invasiver CPAP/ASB-Beatmung; Vergütungsanspruch für eine stationäre Krankenhausbehandlung hinsichtlich Beatmung

    • Recht

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    • Rechtsanwalt Dr. Florian Wölk: NIV-Beatmung und Entwöhnung – BSG zur Kodierung von Beatmungsstunden

      [...] Die Entscheidung des BSG macht mehr als deutlich, dass die DKR 1001h der Überarbeitung bedarf, um die medizinisch wenig sinnvolle Beschränkung der berücksichtigungsfähigen Beatmungsstunden auf die eh nur schwer zu definierenden Entwöhnungsphasen zu beseitigen. Es ist weder medizinisch noch ökonomisch nachzuvollziehen, warum die Behandlung der teilweise deutlich aufwendiger zu versorgenden Patienten mit Masken-Beatmung weniger vergütet werden soll, wenn die Masken-Beatmung oft gerade mit dem Ziel erfolgt, eine invasive Beatmung zu verhindern. [...]

      Quelle: medizinrecht.ra-glw.de
    • Beatmungsfreie Intervalle als Bestandteil einer gezielten methodischen Entwöhnungshandlung zur Beatmungszeit sind hinzuzurechnen

      ... Das Bundessozialgericht orientiert sich strikt an den für das in Frage stehende DRG erforderlichen Werten. Dadurch schafft das BSGt durch sein Urteil Einzelfallgerechtigkeit. Das Urteil ist dadurch zudem im Einklang mit den Vergütungsregelungen nach der deutschen Kodierrichtlinie. Eine Vergütungsregelung, die für die routinemäßige Abwicklung von zahlreichen Behandlungsfällen vorgesehen ist, kann ihren Zweck nämlich nur erfüllen, wenn sie allgemein streng nach ihrem Wortlaut sowie den dazu vereinbarten Anwendungsregeln gehandhabt wird und keinen Spielraum für weitere Bewertungen sowie Abwägungen belässt... - von Dr. iur. Christoph Roos

      Quelle: rnsp.de
    • Seufert Rechtsanwälte: BSG zu Beatmungszeiten – Einmal tief Luftholen!

      Mit seinem Urteil vom 19. Dezember 2017, Az. B 1 KR 18/17 R, hat das BSG über die Berechnung von Beatmungsstunden bei Entwöhnung/intermittierenden Phasen der Beatmung entschieden. Als erstes Fazit lässt sich sagen, dass die Entscheidung zwar negativer als erhofft ausgefallen ist, jedoch noch „Luft" für positive Argumentationen lässt.

      Quelle: seufert-law.de
    • Bundessozialgericht Urteil vom 19.12.2017, B 1 KR 18/17 R

      Vollständiges Urteil zum Nachlesen
      ...Nach Wortlaut und Regelungssystem der DKR 1001h sind Spontanatmungsstunden nur dann als Beatmungsstunden mitzuzählen, wenn der Wechsel von Beatmung und Spontanatmung in einer Phase der Entwöhnung erfolgt ... Es genügt hierfür nicht, dass sich der Patient nicht an eine erfolgte maschinelle Beatmung gewöhnt hat, aber aus anderen Gründen - etwa wegen einer noch nicht hinreichend antibiotisch beherrschten Sepsis - nach Intervallen mit Spontanatmung wieder maschinelle NIV-Beatmung erhält, um solche Intervalle in die Beatmungszeit einzubeziehen ...

      Quelle: juris.bundessozialgericht.de
    • Das BSG hat auf die Revision der beklagten Krankenkasse die Sache zurückverwiesen.
      Nach Auffassung des BSG sind beatmungsfreie Intervalle nur als Bestandteil einer gezielten methodischen Entwöhnungsbehandlung zur Beatmungszeit hinzuzurechnen, die bei maschineller Beatmung aufgrund einer Gewöhnung erforderlich sein kann. Es genügt hierfür weder eine bloße Sauerstoffinsufflation noch das Wiederauftreten einer Tachypnoe aufgrund einer Sepsis. Das Landessozialgericht wird das hierzu Erforderliche festzustellen haben.

      Quelle: juris.de
    • Beendigung der Beatmung nach einer Periode der Entwöhnung nach den DKR in 2011 bei nicht-invasiver CPAP/ASB-Beatmung; Vergütungsanspruch für eine stationäre Krankenhausbehandlung hinsichtlich Beatmung

      B 1 KR 18/17 R - KH behandelte den bei der beklagten Krankenkasse (KK) versicherten K vollstationär vom 19.1. bis 1.2.2011. Er wurde intensivmedizinisch versorgt und bei klinischem Bild einer Sepsis mit Tachypnoe und peripherem Kreislaufversagen zur Stabilisierung der Atmungs- und Kreislauffunktion über das Maskensystem Evita 4 intermittierend nicht invasiv beatmet. Die Klägerin berechnete 10 685,48 Euro (Fallpauschale - DRG - A13G). Die Beklagte bezahlte die Rechnung zunächst und forderte später vergeblich 6174,49 Euro zurück: Da der Versicherte weniger als 95 Stunden beatmet worden sei, sei die geringer vergütete Fallpauschale B76C abzurechnen. Die Beklagte rechnete gegen andere Forderungen der Klägerin auf. Das SG hat die Beklagte verurteilt, der Klägerin 6174,49 Euro nebst Zinsen zu zahlen. Das LSG hat die Berufung der Beklagten zurückgewiesen: Die beatmungsfreien Intervalle seien zur Beatmungszeit hinzuzurechnen, die damit über 95 Stunden betrage. Nach den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) für 2011 lasse sich das Ende der Entwöhnung nur retrospektiv nach Eintreten einer stabilen respiratorischen Situation feststellen. Weitere Anforderungen, wie etwa eine vorherige Gewöhnung an das Atemgerät, enthielten die DKR nicht.

      BSG Urteil am 19.12.2017 erwartet

      Quelle: juris.bundessozialgericht.de