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CCL

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  • Grad der Komplikationen und Komorbiditäten ist eine Maßzahl im Bereich der Diagnosebezogenen Fallgruppen (G-DRG) deren Pflege durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) vorgenommen wird.
    Der CCL spielt in der Dokumentation im Gesundheitswesen und der Krankenhausfinanzierung und insbesondere in dessen Abrechnung eine Rolle. Dabei werden die Nebendiagnosen (ICD-10-Kode) beim „grouping“ mit den verschiedenen medizinischen Diagnosen zusammengefasst (gruppiert, „gegroupt“) und dazu die DRG ermittelt. Diese DRG steuert maßgeblich die Vergütung für die Krankenhäuser durch die Krankenkassen oder entsprechende Einrichtungen, welche die Kosten der medizinischen Versorgung übernehmen. Dabei ist maßgeblich, was als Hauptdiagnose und was als Nebendiagnose deklariert wird.
    Der CCL gibt bei den Nebendiagnosen den Schweregrad der Komorbiditäten und Komplikationen wieder. Die Gewichtung wird in bis zu sechs Stufen eingeteilt, die grundsätzlich für alle Nebendiagnosen vergeben werden und in Abhängigkeit von der medizinischen oder operativen Partition der DRG:

    CCL (Level)Beschreibung
    0keine Komplikation oder Komorbidität (CC) oder enge Verbindung mit der Hauptdiagnose oder der Kode ist bereits im Datensatz enthalten.
    1Kode für eine leichte Komplikation oder Komorbidität
    2Kode für eine mäßig schwere Komplikation oder Komorbidität
    3Kode für eine schwere Komplikation oder Komorbidität
    4Kode für eine äußerst schwere Komplikation oder Komorbidität
    5Kode für eine äußerst schwere Komplikation oder Komorbidität zur besseren Abbildbarkeit, Vergütung (seit 2014)
    6Kode für eine äußerst schwere Komplikation oder Komorbidität zur besseren Abbildbarkeit, Vergütung (seit 2014)

    Die gleiche Nebendiagnose kann je nach Basis-DRG auch unterschiedliche hohe Werte aufweisen. Im Rahmen der Anpassung des patientenbezogenen Gesamtschweregrad (Patient Clinical Complexity Level; PCCL) wurden ab 2014 die Stufen 5 und 6 eingefügt.

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